Dr. Jan-Philipp Burde, Goethe-Universität Frankfurt

Die Vorstellung vieler SchülerInnen von Stromkreisen ist maßgeblich vom Strombegriff geprägt, während die Spannung von vielen lediglich als Eigenschaft des Stroms wahrgenommen wird. Das vorgestellte Unterrichtskonzept stellt eine Weiterentwicklung eines bisherigen Konzepts dar, das sich in einer empirischen Evaluation mit 790 SchülerInnen als sehr erfolgreich erwiesen hat und auch von den Lehrkräften als wesentliche Verbesserung wahrgenommen wurde. Das Ziel besteht darin, den Lernenden ein qualitatives, konzeptionelles Verständnis der Grundgrößen Spannung, Stromstärke und Widerstand sowie ihrer wechselseitigen Beziehung in einfachen Stromkreisen zu vermitteln. Hierzu wird das elektrische Potenzial mit dem Luftdruck bzw. dem sog. „elektrischen Druck“ in einem Leiter verglichen und die elektrische Spannung dementsprechend als „elektrischer Druckunterschied“ noch vor dem elektrischen Strom eingeführt. In Analogie zu Alltagsgegenständen wie z.B. Fahrradreifen oder Luftmatratzen kann dann argumentiert werden, dass der an einem Lämpchen anliegende „elektrische Druckunterschied“ genauso zu einer „Elektronenströmung“ führt wie Luftdruckunterschiede eine Luftströmung verursachen.

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Spannung mit Potenzial – ein Unterrichtskonzept für die Sek I

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